Zukunft braucht MINT: Studiengänge gestalten in Zeiten von KI, Nachhaltigkeit und neuen Anforderungen
Termin: Dienstag, 10. November 2026 von 9:00 bis 16:40 Uhr
Ort: Evangelisches Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstraße 33, 70174 Stuttgart
Anmeldung unter: https://campuscomm.de/networks/events/214923 oder per E-Mail an info∂futuremint-bw.de
Programm
| 09:00 – 09:30 | Ankommen & Registrierung |
| 09:30 – 09:45 |
Begrüßung & Einführung N.N., Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg |
| 09:50 – 11:20 | Keynote – MINT-Studiengänge im Wandel: Mit generativer KI von der Disruption zur Innovation Prof. Dr. Doris Weßels, Wissenschaftliche Leiterin im KI-Anwendungszentrum Schleswig-Holstein für das Zukunftslabor Generative KI der F&E GmbH |
| 11:25 – 12:40 |
Transferforen – Session 1
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| 12:40 – 14:10 | Mittagspause – Networking |
| 14:10 – 15:25 | Transferforen – Session 2: wie Session 1 |
| 15:25 – 15:40 | Kaffeepause |
| 15:45 – 16:30 | Podiumsdiskussion: gemeinsame Diskussion, strategische Einordnung und Perspektiven für die Hochschulen |
| 16:30 – 16:40 | Abschluss & Ausblick |
Die Abschlusstagung widmet sich der Sichtbarmachung der Ergebnisse der im Rahmen der Förderlinie geförderten Projekte und adressiert zudem Reflexionen und Perspektiven zur Gestaltung von MINT-Studiengängen in Zeiten von digitalem und ökologischem Wandel sowie gesellschaftlichen Herausforderungen. Ziel der Tagung ist es, Erkenntnisse und praktische Erfahrungen zusammenzuführen und den Transfer auf andere MINT-Studiengänge zu ermöglichen. Die Tagung dient dem Austausch und der gemeinsamen Reflexion der Ergebnisse der Förderlinie mit den beteiligten Projekten sowie der Diskussion über Perspektiven für die Hochschulen.
Keynote
„MINT-Studiengänge im Wandel: Mit generativer KI von der Disruption zur Innovation“
Prof. Dr. Doris Weßels, Wissenschaftliche Leiterin im KI-Anwendungszentrum Schleswig-Holstein für das Zukunftslabor Generative KI der F&E GmbH – Zentrum für Forschung und Entwicklung Kiel, Mitgründerin und Kernteammitglied des "Virtuellen Kompetenzzentrums: Künstliche Intelligenz in Bildung, Wissenschaft und Arbeitswelt" (VK:KIWA)
Die Innovationsdynamik generativer KI (GenAI) verändert Bildungsprozesse und Arbeitswelt in fundamentaler Weise. Mit ihrer jüngsten Evolutionsstufe erreicht GenAI eine neue Dimension: Immer leistungsstärkere (Multi-)KI-Agentensysteme planen und handeln (teil-)autonom, d.h. sie treffen Entscheidungen und steuern komplexe Abläufe.
Doch was bedeutet diese Entwicklung für die KI-induzierten Kompetenzverschiebungen und die anzupassenden „neuen“ Kompetenzziele bei der Konzeption und Ausrichtung von MINT-Studiengängen?
Der Vortrag gibt zunächst einen kompakten Überblick über die historische Entwicklung vom reaktiven Chatbot als Textgenerator bis hin zu handlungsorientierten Multi-KI-Agenten-Systemen. Darauf aufbauend wird das Spannungsfeld von Disruption und Innovation beleuchtet, das beim Einsatz agentischer KI-Systeme für das Lehren, Lernen und Prüfen in der Hochschullehre entsteht.
Der Impuls lädt dazu ein, Chancen und Herausforderungen gemeinsam zu reflektieren – mit einem besonderen Blick auf die Gestaltung zukunftsfähiger MINT-Studiengänge in der agentischen Ära.
Transferforen
In den Transferforen stellen die geförderten Projekte ihre Ansätze, Erfahrungen und Ergebnisse vor und diskutieren diese mit den Teilnehmenden. Die Foren bieten Gelegenheit, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen, Transfer anzuregen und Anregungen für die eigene Praxis mitzunehmen.
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Transferforum A: Transformative Skills und gesellschaftliche Verantwortung im Curriculum
Themen: BNE, transformative Kompetenzen, soziale Innovation
Universität Heidelberg – Entwicklung und Einsatz offener digitaler Lernmaterialien (OER) zur Förderung transformativer Umweltforschung am Beispiel des Masterstudienganges Geographie
Technische Hochschule Mannheim – Ausweitung von BNE-Themen auf gesellschaftliche Fragestellungen in technischen Studiengängen, um soziale Innovation stärker in die Technikbildung zu integrieren
- Transferforum B: Curriculare Profil- und Prozessentwicklung – Studiengänge zukunftsorientiert und zielgruppengerecht gestalten
Themen: Studiengangsprofilierung, Integration von Nachhaltigkeit & Digitalisierung, Attraktivitätssteigerung, Zielgruppenorientierung, strukturelle Weiterentwicklung
Hochschule der Medien Stuttgart – Weiterentwicklung des Studiengangs Verpackungstechnik zu Technisches Produktmanagement – Technisches Design, um strategische Querschnittsthemen wie KI, Digitalisierung und Future Skills gezielt zu integrieren und das Studiengangsprofil zu schärfen
Hochschule Offenburg – Umfassende curriculare Neugestaltung der Studiengänge Umwelttechnologie, Nachhaltige Energiesysteme und Maschinenbau im Rahmen der Reakkreditierung, um Nachhaltigkeit und Digitalisierung sichtbar zu verankern, neue Zielgruppen anzusprechen (insbesondere Frauen) und über harmonisierte Modulstrukturen Lehrkapazitäten effizienter zu nutzen
- Transferforum C: Flexibilisierung von Studienstrukturen – Curricula für heterogene Studierendengruppen
Themen: flexible Studienmodelle, Teilzeitoptionen, digitale Lehrformate, Studienerfolg und Übergänge
Hochschule Esslingen – Einführung des Ergänzungssemesters suppleMINT, um Studierenden den Einstieg in MINT-Studiengänge zu erleichtern und ihren Studienerfolg zu erhöhen
Universität Konstanz – Umsetzung von Teilzeitstudienmodellen und digitalen Lehrangeboten, um mehr Flexibilität im Studienverlauf zu ermöglichen
- Transferforum D: Innovative und motivierende Lehrformate – Praxisorientiertes Lehren/Lernen und explorative Lernformen
Themen: praxisorientiertes Lernen, künstlerisch-experimentelle und explorative Lehr- / Lernformen
Hochschule Karlsruhe – Einführung praxisorientierten Lehrens/Lernens in Grundlagenveranstaltungen, um anwendungsnahes Verständnis und Lernmotivation bereits früh im Studium zu fördern
RWU Hochschule Ravensburg-Weingarten – Einsatz von VR sowie künstlerisch-experimentellen und explorativen Lernformen zur Schaffung immersiver und erfahrungsorientierter Lernumgebungen
- Transferforum E: Sichtbarkeit & Marketing – Wie werden MINT-Studiengänge sichtbarer?
Themen: Studiengangmarketing, Zielgruppenansprache, Profilkommunikation, internationale Sichtbarkeit
Universität Stuttgart – Sichtbarkeit, Marketingwirkung, zielgruppenspezifische Kommunikation neuer oder überarbeiteter MINT-Studiengänge